F.O.T.T.®: Fazioorale-Trakt-Therapie


Ehepaar sitzt am Küchentisch
Quelle: Rhoda Baer (Wikimedia Commons)

Die „Facial Oral Tract Therapy“ wurde von der englischen Sprachtherapeutin Kay Coombes in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Bobath entwickelt. Der Ansatz hat seine Wurzeln in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen.

 

 

 

FOTT verfolgt die folgenden  Ziele:

  • Die Patientinnen und Patienten zu möglichst normaler, physiologischer Haltung, Bewegung und Funktionen im Rahmen sinnvoller, alltäglicher Handlungsabläufen zu verhelfen.
  • Die Kommunikationsfähigkeit und die Partizipation am täglichen Leben und somit die Integration in die Gesellschaft so weit wie möglich wieder zu ermöglichen.

Das Konzept der F.O.T.T. gliedert sich in vier Bereiche:

  • Nahrungsaufnahme
  • Mundhygiene
  • Nonverbale Kommunikation
  • Atmung - Stimme - Sprechen

FOTT legt grossen Wert auf die Schaffung einer optimalen Haltung zur Erleichterung von Funktionen wie Schlucken und Sprechen.

Die Therapeuten nutzen in der Behandlung sinnvolle, individuell und therapeutisch zu variierende, alltägliche Aktivitäten anstelle von standardisierten Übungen. Bewegungs- und Handlungsabläufe werden  fazilitiert und wo es notwendig erscheint, wird auf Körperstrukturebene gearbeitet, um die Bewegungsvorgänge wieder zu bahnen, um Einschränkungen in der Mobilität des Nervensystems, Kontrakturen, Faszienblockierungen des jeweiligen Zielgewebes zu minimieren.

 

Literaturhinweise und weitere Infos:

 

  • Nusser-Müller-Busch, R. (2015). Die Therapie des Facio-Oralen Trakts: FOTT nach Kay Coombes (4. ed.): Springer.