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Erfahrungen mit Post-Covid-Patienten

Im «Journal of Rehabilitation Medicine» ist ein Artikel veröffentlicht worden über die Behandlung von Post-Covid-Patienten im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil. Darin wird aufgezeigt, dass es auch unter erschwerten pulmonalen und hygiene-technischen Bedingungen möglich ist, beatmungskompatible Sprechventile bei Tracheotomieren erfolgreich einzusetzen. 


Gerade bei isolierten Patientinnen und Patienten, die neben der Unmöglichkeit zur mündlichen Kommunikation aufgrund der invasiven Beatmungssituation zusätzlich unter Kontakteinschränkungen zu ihren Angehörigen leiden, ist der Einsatz von beatmungskompatiblen Sprechventilen zur zeitlich begrenzten Herstellung der mündlichen Kommunikation evident wichtig. Damit kann nicht nur die psychische Situation für die Betroffenen verbessert werden, die Wiederherstellung des Ausatemluftstromes über die oberen Atemwege bietet auch entscheidende Vorteile für das Schlucken und kann zur Verkürzung der Weaningzeit beitragen. 

Link zum Artikel:  Stierli S. et al. Insights from an interprofessional post-Covid-19 rehabilitation unit: a speech and language therapy and respiratory medicine perspective. J Rehabil Med 2020; 52: jrm00100

 

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Ist pürierte Kost für Demenzpatienten das Richtige?

Physiotherapeuten rehabilitieren Patienten mit Demenz, wenn sie Probleme beim Gehen zeigen. Ergotherapeutinnen rehabilitieren Patienten mit Demenz, wenn sie Schwierigkeiten mit Aktivitäten des täglichen Lebens zeigen (Ciro et al., 2014). Und was tun Sprachtherapeuten bei Dysphagie von dementen Menschen? Lesen Sie mehr...



Webinar zu IDDSI in Deutsch

Die International Dysphagia Diet Standardisation Initiative (IDDSI) verfolgt das Ziel standardisierte Definitionen und global einheitliche Terminologien für textur-modifizierte Speisen und Getränke in der Behandlung von PatientInnen mit Schluckstörungen zu etablieren. Hier kann das Webinar nachträglich angeschaut werden. 

 



Aktualisierte Leitlinie «Neurogene Dysphagie»

Eben sind sie erschienen, die schon seit längerer Zeit angekündigten aktualisierten S1-Leitlininen zum Thema «Neurogene Dysphagie», herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Deutschen interdisziplinären Gesellschaft für Dysphagie (DGD).  Mehr lesen...



Dysphagie in der Corona-Krise

intubierter, beatmeter Patient
intubierter, beatmeter Patient

Dass Intubationen, die sich über mehrere Tage hinziehen, die Schluckfunktion negativ beeinflussen, ist mittlerweile durch eine Vielzahl von Studien überzeugend belegt.

Was ist im Zusammenhang mit Beatmung von COVID-19-Erkrankten zu beachten? Lesen Sie weiter...



Trinkbecher mit vielen Optionen

Das junge Start-up iuvas medical GmbH aus München hat eine Trinkhilfe entwickelt, die das Trinken von Flüssigkeiten verschiedener Konsistenzen und Temperatur mit konstant abwärtsgeneigtem Kinn ermöglicht.

Patienten mit Bewegungseinschränkungen, einem verzögerten Schluckreflex oder einer unzureichenden Boluskontrolle profitieren oftmals von der Kompensationstechnik „Chin-down“. Denn die Trinkhilfe sippa ermöglicht es Betroffenen, zu trinken ohne dabei den Kopf in den Nacken legen zu müssen. Das Herzstück der Erfindung ist eine elastische Membran, die dem Absinken des Flüssigkeitspegels entgegenwirkt. Dadurch braucht der Betroffene selbst bei wenig Inhalt im Glas den Kopf nicht nach hinten zu kippen, sondern kann jederzeit wie aus einem vollen gefüllten Glas trinken.

 

Das glasähnliche, alltagsnahe Design führt bei vielen Anwendern zu einer guten Akzeptanz. Durch das modulare System kann die Trinkhilfe den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen angepasst werden. So können optional ein- oder beidseitig Griffe befestigt werden. Eine Verschlusskappe mit ergonomischer Öffnung ermöglicht eine dosierte Abgabe der Flüssigkeit. Das darin eingebaute Ventil verhindert ein Auslaufen beim Umkippen des Bechers.

Erste Praxistests zeigten, dass die Handhabung des Bechers sowohl für Patienten, die selbständig trinken können, aber auch für Personen, die Getränke anreichen, angenehm ist: Der konstante Pegel der Flüssigkeit, die gleichbleibende Fliessgeschwindigkeit und die einfache Dosierung werden von Patienten oder Hilfspersonen als hilfreich empfunden.

 

Alle Teile können problemlos in der Spülmaschine gereinigt und wiederverwendet werden. Die elastische Membran verliert allerdings bei wiederholter Verwendung an Spannkraft, so dass kleine Mengen Flüssigkeit im Becher zurückbleiben. Im häuslichen Umfeld wird empfohlen, die Membran nach 10 Tagen zu ersetzen, in Kliniken täglich. Die Kostenübernahme des Bechers und der Membrane durch die Krankenkassen ist bisher noch nicht geklärt.

 

Da der Becher sippa mit dem modularen Aufbau verschiedene Vorteile bietet, sollte der Becher bei Dysphagie-Patienten unterschiedlicher Grunderkrankungen als Option zur Verminderung des Aspirationsrisikos unbedingt geprüft werden. Der individuelle Einsatz von Hilfsmitteln ist ein wichtiger Bestandteil einer ursachengerechten Dysphagietherapie und wird in der Regeln gemäss den Resultaten der diagnostischen Schritte ausgewählt und empfohlen.

 

Der Sippa-Becher ist in der Schweiz bei reha Spezialgeschirr erhältlich. 




überarbeitete Auflage Trachealkanülenmanagement

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Flyer zum Buch
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Das von Hans Schwegler verfasste Buch mit dem Titel "Trachealkanülenmanagement" ist in einer dritten, überarbeiteten Auflage und mit einem neuem Untertitel: "In sicheren Schritten Richtung Dekanülierung" erschienen. Der im Buch integrierte Algorithmus zum Trachealkanülen-Management wurde weiterentwickelt und differenzierter ausgestaltet.

 

Das Buch richtet sich an Ärzte sowie Therapie- und Pflegekräfte, die mit tracheotomierten Patienten arbeiten oder sich in das Thema einarbeiten wollten. Im ersten Teil werden Grundlagen vorgestellt wie: Interdisziplinarität, Tracheotomie, verschiedene Trachealkanülen und ihre Indikationen, Zubehör zu Trachealkanülen. Im zweiten Teil wird das Trachealkanülen-Management sowohl bei spontan atmenden wie auch bei invasiv beatmeten Patienten anhand eines Algorithmus schrittweise und detailliert besprochen. Ziel ist es, den Betroffenen möglichst früh viel Lebensqualität in den Bereichen Sprechen und Schlucken zurückzugeben und gleichzeitig Komplikationen und Verzögerungen zu vermeiden. 

 

Etliche neue Patientenbeispiele runden die Inhalte des Buches ab und heben anschaulich verschiedene Aspekte der komplexen Zusammenhänge der Thematik hervor.

 

Bas Buch kann direkt beim Verlag oder über den Buchhandel bezogen werden.



Evidenzlage zu Diätmodifikation

Dysphagia Cafe in den USA hat einen anregenden Blog über die gängige Praxis von Pürieren von Nahrungsmitteln oder Eindicken von Flüssigkeiten geschrieben. Wie sieht es mit der Evidenzlage aus? Lesen Sie weiter, wir haben den englischen Artikel für Sie übersetzt...



Nationale Übersicht über die Standard-Behandlung von Dysphagiepatienten auf Schweizer Intensivstationen

Intensivstation  CC-BY-SA-3.0  autor: Calleamanecer
Intensivstation CC-BY-SA-3.0 autor: Calleamanecer

Das Team des Berner Inselspitals hat eine Übersichtsarbeit geschrieben, wie und wer auf Schweizer Intensivstationen ein Dysphagie-Screening durchführt und welche Massnahmen danach in die Wege geleitet werden. Die Arbeit ist frei zugänglich --> hier.

Die Autoren kommen zum Schluss, dass  vielerorts ein Bewusstsein für Dysphagie vorhanden sei, aber dass die Ausbildungs- Curricula weiter verbessert werden sollten.

 

Erstaunlich, dass vielerorts die Bestätigung einer Dysphagie ausschliesslich klinisch durchgeführt wird, auch wenn die Forschung längst nachgewiesen hat, dass für eine sichere Diagnosestellung ein Blick ins Innere des Halses notwendig ist! Nach wie vor werden NPO (nil per os) und Diätmodifikation als gängige Therapie bei Diagnose einer Dysphagie empfohlen, obwohl neben den adaptierenden Massnahmen auch kompensatorische und längerfristig restituierende Möglichkeiten eine sichere Nahrungs- und Getränkeaufnahme ermöglichen können. 



Verschlechtern nasogastrale Sonden das Schlucken?

Eine neue Studie von Wang (Wang, Chen, & Ni, 2019) über die Auswirkungen von Nasogastralsonden auf die Schluckfunktion von älteren Dysphagiepatienten zeigt interessante Ergebnisse.Untersucht wurde die Schluckfunktion bei Schlaganfall-Patienten, die aufgrund ihrer Dysphagie länger als zwei Monate über eine nasogastrale Sonde ernährt wurden. Eine Videofluoroskopie vor und 5 Stunden nach der Entfernung der Sonde wurde durchgeführt. Dabei wurde Flüssigkeit nach IDDSI Score 0 und breiige Konsistenz nach IDDSI Score 3 je dreimal in 5ml-Boli getestet. 


Die Resultate zeigten eine deutliche Verbesserung des Schluckens nach der Entfernung der Nasogastralsonde. Der Gesamtpunktzahl des FDS (functional dysphagia scale) verbesserte sich bei Flüssigkeit von 12 auf 28, bei breiiger Konsistenz von 14 auf 30. Die pharyngeale Transitzeit pro Bolus verringerte sich signifikant für beide Konsistenzen, ebenso die Residuen in den Valleculae und in den Sinus Piriformes. Eine signifikante Verbesserung zeigte sich auch in der Reduktion der PAS (Penetrations-/Aspirations-Skala). Die endoskopische Kontrolle ergab bei drei Viertel der Testpersonen pharyngeale oder laryngeale Ödeme unterschiedlichen Ausmasses.

 

Die Autoren erklären die negativen Auswirkungen der Sonden auf das Schlucken unter anderem mit der behinderten Abkippung der Epiglottis, den ödematösen Veränderungen, den durch die Hälfte der Patienten beschriebenen Schluckschmerzen, der Beeinträchtigung der pharyngealen Sensibilität und der dadurch veränderten, pharyngealen Kontraktion.

 

Dass sich die Resultate von anderen Studienergebnissen unterscheiden, liegt daran, dass die Vergleichs-Videofluoroskopie in der zitierten Studie erst 5 Stunden nach Entfernung der Sonde durchgeführt wurde, um den betroffenen Strukturen Erholungszeit zu gewähren.

 

SCHLUSSFOLGERUNG: „Unsere Ergebnisse zeigen klar negative Auswirkungen von Nasogastralsonden auf die Schluckfunktion, vor allem auf die pharyngeale Phase. Die Nasogastralsonde sollte so früh als möglich gezogen werden, sobald Aspirationen in der Videofluoroskopie (oder FEES – Anmerkung des Autors) nicht mehr beobachtet werden.“

 

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Originalartikel hier.

 

Wang, Z. Y., Chen, J. M., & Ni, G. X. (2019). Effect of an indwelling nasogastric tube on swallowing function in elderly post-stroke dysphagia patients with long-term nasal feeding. BMC Neurol, 19(1), 83. doi:10.1186/s12883-019-1314-6


Partner gesucht: Zusammenarbeit zwischen Dysphagie-SpezialistInnen und Koch

«…ich habe das Handwerk als Koch gelernt. Danach habe ich die Hotelfachschule und die Spezialausbildung zum Spital- und Heimkoch absolviert. Seit 10 Jahren führe ich ein eigenes Restaurant. Meine Leidenschaft gilt der molekularen Küche und ich brenne für Experimente mit Texturen, Aromen und Konsistenzen»

 

 


«Seit einer Weile beschäftige ich mich mit der Zubereitung von Speisen und Getränken für Menschen mit Schluckstörungen. Für mich steht an erster Stelle der Genuss. So bieten wir bereits seit langem erfolgreiche Kurse zum genussvollen Kochen für Patienten mit Schluckschwierigkeiten an. Dabei zeigen wir auf, wie man Lebensmittel oder Getränke in eine sicher schluckbare Konsistenzen bringen kann, ohne dass die Optik und der Gaumen darunter leiden. Dadurch soll Spass am Essen angeregt und die Mahlzeiten (wieder) Genuss ermöglichen.»

 

Zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität für Dysphagie-Patienten bin ich stets auf der Suche nach Kontakten. Ich freue mich auf jede Zuschrift zum gemeinsamen Weiterentwickeln von Ideen. Mehr Informationen über die Kochkurse, meine Tätigkeit oder Kontaktmöglichkeit finden sich unter: www.freestylecooking.ch


Dysphagietherapie in palliativer Situation

In palliativen Situationen steht in der Dysphagietherapie nicht die Erholung im Zentrum, sondern eine Linderung der Symptome, um grösstmögliche Lebensqualität zu ermöglichen. Nicole Bruggisser hat in einem Gastartikel Möglichkeiten und Grenzen der Dysphagietherapie im palliativen Team zusammengestellt. 



Ernährungsstörungen und Dysphagie bei Demenz

Die Betreuung von dementen Personen mit Dysphagie und/oder Ernährungsstörungen erfordert viel Wissen. Nicole Bruggisser hat in einem Gastartikel Interessantes und Wissenswertes zusammengefasst. 

Sie hat sich während des Studiums an der Universität Newcastle auf den Bereich Dysphagie konzentriert.  Seit 1998 ist sie am Kantonsspital Baden mit akutstationären und ambulanten Patienten mit neurologischen und ORL-bedingten Schluck-, Sprach- und Stimmstörungen tätig und leitet die Abteilung Logopädie. 



Auch invasiv beatmete Patienten können sprechen

Das ist noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden. Passy-Muir ist eine Organisation in den USA, die sich für tracheotomierte Menschen engagiert, indem sie die Verwendung von Sprechventilen sowohl bei spontan atmenden wie auch bei invasiv beatmeten Patienten fördert. In der letzten Ausgabe des Publikationsorgans „Aero Health“ haben Irene Bischof und Hans Schwegler eine bewegende Patientengeschichte veröffent-licht… 

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Aero Health case study 2018.pdf
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Quelle: Passy Muir's Aero Health 2018


In diesem case report lesen Sie die eindrückliche Geschichte eines hochgelähmten Tetraplegikers, wie sein Leben in einem Sekundenbruchteil komplett verändert wurde und wie er sich schrittweise ins Leben zurückgekämpft hat.

Auf www.passy-muir.com finden Sie weitere Patientenbeispiele, Informationen und kostenlose Schulungen zur Verwendung von Sprechventilen – auch bei Beatmeten. 

Auf der Homepage ist auch die Geschichte von David Muir zu finden, der 1996 als beatmeter Muskeldystrophie-Patient das erste Sprechventil für Beatmete initiiert und entwickelt hat.

 


Kindliche Schluckstörungen

Bild: flicker CC BY 2.0 Melissa Hiller
Bild: flicker CC BY 2.0 Melissa Hiller

Susanne Bauer, eine ausgewiesene Expertin zum Thema pädiatrische Dysphagie, hat einen Übersichtsartikel über kindliche Schluckstörungen verfasst. Von 2012 bis 2016 war sie Leiterin der Logopädie im Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche des Universitäts-Kinderspitals Zürich. Seit Oktober 2016 ist sie Diplomassistentin am Departement für Sonderpädagogik an der Universität Fribourg, Abteilung Logopädie. Zudem ist sie Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Dysphagie (SGD).



Fachartikel zum Thema Trachealkanülen

Die Fachzeitschrift des österreichischen Berufsverbandes logopädieaustria hat das aktuelle Heft dem Thema "Atmen, Husten, Schlucken - ein komplexes Zusammenspiel" gewidmet. Hans Schwegler hat dazu einen Artikel verfasst.

 



Prädiktoren für erfolgreiches Dekanülieren

Im Rahmen des Trachealkanülen-Managements stellt die Dekanülierung die letzte grosse Hürde dar. Nach welchen Kriterien der Entscheid zur Dekanülierung gefällt wird, wird noch immer sehr unterschiedlich und uneinheitlich gehandhabt. Ein Artikel von Claudia Enrichi et al. (Respiratory Care, Oktober 2017, Vol 62 No 10) untersuchte Prädiktoren für eine schnelle und sichere  Dekanülierung bei Patienten mit erworbener Hirnschädigung. Mehr Informationen ...



Von Patientin für Patienten

Bilder:  Verlag Anton Pustet

Claudia Braunstein hat neben ihrem Foodblog mit Rezepten für Patienten mit Schluckstörungen neu ein Rezeptbuch mit viskösen Rezepten veröffentlicht. Mehr hier... 



Buchempfehlung

Drei österreichische Diätologinnen und eine Logopädin haben ein tolles Kochbuch für Menschen mit Schluckstörungen zusammengestellt. Sie orientieren sich dabei an den Diätkonsistenzen von IDDSI und verwenden auch die entsprechenden Diätlevels und Farben. Das Buch geht mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks weit über eine gut nachkochbare Rezeptsammlung hinaus. 

Quelle: Ernährung bei Schluckstörungen von Janac, Koller, Kreuter-Müller und Tomic bei maudrich - Verlag (2017)



Medikamente - Schlucken bei Dysphagie

An der diesjährigen DGD-Tagung (Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für Dysphagie) in München war das Thema Schlucken von Medikamenten ein Schwerpunkt. Mehr...



Physiologie: wie funktioniert Schlucken?

Ianessa Humbert und ihr Team bieten eine Vielzahl von äusserst hilfreichen Videos an:

"courses related to normal swallow anatomy, physiology and function". Neu sind die Kurse auch in DEUTSCH erhältlich.

 

Für einen Monatsbeitrag von 9 $ wird differenziertes Wissen über Anatomie, Physiologie und normale Schluckfunktion geboten. Mehr Infos hier



Dysphagiekost in Japan

Das Schweizer Fernsehen hat einen Beitrag über pürierte Kost in Japan ausgestrahlt: die Sendung lässt sich hier ansehen

  • Dauer knapp 8 Minuten
  • letzter Beitrag der Sendung


Sytematische Review zur Implementierung des "Frazier Free Water Protocols"

Wasser (by congerdesign CC0)
Wasser (by congerdesign CC0)

Anna Gillman und Kollegen verglichen 8 Arbeiten, die das uneingedickte Wassertrinken trotz Dysphagie für Flüssigkeiten erlaubten. Dabei wurden Daten von 245 Patienten ausgewertet. 

 

 

 


Die Meta-Analyse kam zu folgendem Schluss:

  • Das Risiko für Komplikationen der Lunge stieg mit dem Frazier Free Water Protokol nicht an (niedriger Evidenzgrad)
  • Die konsumierte Trinkmenge scheint mit dem Frazier Free Water Protocol anzusteigen (niedriger Evidenzgrad)
  • Gemäss Einschätzung der Patienten steigt die schluckbezogenen Lebensqualität an.

Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Probanden vor allem dann profitieren, wenn sie sorgfältig ausgewählt werden. 


Training des trachealen Absaugens

Trainingsmodell von Christoph Zwicker
Trainingsmodell von Christoph Zwicker

Das Absaugen über eine Trachealkanüle ist für Patienten in der Regel sehr unangenehm. Das Handling will gelernt sein. Aber wie kommen Lernende dazu, dies praktisch zu üben, ohne Patienten damit zu belasten? Christoph Zwicker, Ausbildner in der Intensivpflege, hat sich genau diese Frage gestellt und ein Modell entworfen, um Lernenden die Möglichkeit zu geben, Sicherheit im Umgang mit Trachealkanülen zu erlangen. Neben dem trachealen Absaugen können auch andere Verrichtungen wie das Cuffen, das Entcuffen, die Trachealkanülenpflege oder der Trachealkanülenwechsel an diesem Modell praktisch  geübt werden. Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen im untenstehenden Flyer:

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Flyer: Bezugsquelle und Preis
Flyer 3 Trachmodell.pdf
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Eindickstufen von Flüssigkeiten

Diätlevel nach International Dysphagia Diet Standardisation Committee
Diätlevel nach International Dysphagia Diet Standardisation Committee

Honigartig, Nektardick oder Sirupkonsistenz? Längst ist klar, dass durch eine sorgfältige Diagnostik für viele Patienten eine Flüssigkeitskonsistenz bestimmt werden kann, die ohne Gefährdung der Atemwege getrunken werden kann.  In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Benennung der jeweiligen Flüssigkeiten immer wieder zu Missverständnissen führt. Mehr lesen Sie hier...


Geschmacksstimulation bei schwerster Dysphagie

Bild: smoothfood.de
Bild: smoothfood.de

In Fällen von schweren Dysphagien mit massiver Aspirationsgefahr aber auch in Fällen von palliativen Erkrankungen ist ein Produkt, das dem Patienten ein geschmackliches Erlebnis und gustatorische Stimulation ermöglich, hilfreich.

 

BIOZOON bietet ein System, mit welchem verschiedenste Getränke schnell und einfach aufgeschäumt werden können. Lesen Sie mehr...


Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema Dysphagie

Wir freuen uns, Ihnen die Bachelor- respektive Masterarbeit zweier Logopädinnen vorstellen zu dürfen und bedanken uns bei Judith Minder und Yvonne Fahrni für ihr Engagement für Dysphagie-Patienten und ihre interessanten Arbeiten. 

Ihre Arbeiten finden Sie hier:

 

  • Dysphagietherapie bei Demenz, Einbezug von Erkenntnissen und Methoden der nicht-medikamentösen Demenztherapie in die Dysphagietherapie
  • Untersuchung zur Wirksamkeit isometrischer Zungenübungen